Daniel Peter, als der ich dasein werde

Mit einem Kommentar von Burghart Schmidt

 

Peter Daniel hat hier nach den Textstellen in der Tora, beziehungsweise in den Büchern Moses gefahndet, die sich auf das gewöhnlich so genannte Bilderverbot beziehen. Dieses ist aber eben als Gebot zum Vermeiden der Bilder, zum Unternehmen, in Auseinandersetzung mit ihnen sich ihnen zu entziehen, von Daniel aufgefaßt. Es geht nicht allein um den bildlosen Gott, sondern es geht den aufgefundenen Stellen um das, was an seine Stelle tritt mit Zeichen und schließlich Spuren, die sich endlich nur lebenspraktisch auswirken können, statt in einem Kult. Die kurzen Textstücke solcher Breite der Interpretationsintention hat Daniel in beweglicher Folge ungeregelter Lektüreeinsätze verteilt auf die weißen Seiten, die man mit ihm metaphorisch als Wüsten zu verstehen vermag, Wüsten der Provokation von bildnerischer Einschreiblust. Den so umrissenen Teil I ergänzt der Autor durch einen Teil II eigener Textfragmente mit Ereignischarakter und Beleuchtungsschärfe und durch einen Teil III, der ein visuelles Poem konkreter Schriftbildlichkeit darstellt.

Wien 1995

92 Seiten, 17 x 21 cm

Leinenhartband

 

ISBN 3901190155

CHF 15.90

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